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Beim Bezahlen bestmöglich geschützt
Ratgeber Geld: Sicheres Online-Shopping ist nun auch über das Girokonto möglich



Rund 54 Millionen Bundesbürger shoppen regelmäßig online: Mit den in Deutschland gebräuchlichen Online-Bezahlsystemen sind Daten und Zahlungsvorgänge bestmöglich geschützt.
Foto: djd/BVR/Getty

(djd). Bequem, einfach, rund um die Uhr: 96 Prozent der Bundesbürger gaben Ende 2016 bei einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom an, in den vergangenen zwölf Monaten etwas im Internet gekauft oder gebucht zu haben. Fünf Prozent kaufen täglich im Web ein, je 15 Prozent einmal oder mehrmals pro Woche. Der Haken an der Sache: Immer noch fürchten viele Online-Käufer, beim Bezahlen Betrügern in die Hände zu fallen. Vor allem die Preisgabe sensibler Daten wie etwa der Kontonummer bereitet Bauchschmerzen. Die Sorgen sind im Regelfall unbegründet, denn zumindest mit den in Deutschland gebräuchlichen, modernen Online-Bezahlsystemen sind die eigenen Daten und Zahlungsvorgänge bestmöglich geschützt.

Direkt und sicher vom Girokonto bezahlen

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken etwa haben gemeinsam mit fast allen deutschen Privatbanken und den Sparkassen speziell für den deutschen Markt das Online-Bezahlverfahren "paydirekt" entwickelt. Dabei bezahlt der Online-Käufer ohne Umwege direkt von seinem Girokonto, kein Dritter ist wie bei anderen Verfahren zwischengeschaltet. "Die sensiblen Kontodaten bleiben vollständig bei der eigenen Bank, reisen nicht um die Welt und werden auch nicht an andere weitergegeben. Nicht einmal der Onlinehändler bekommt die Kontodaten zu sehen, die Zahlungsabwicklung erfolgt einzig und allein durch die Bank", erklärt Ralf-Christoph Arnoldt vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).


Mittlerweile kann man Online-Käufe ohne Umwege direkt von seinem Girokonto bezahlen. Kein Dritter ist zwischengeschaltet, wie das bei anderen Verfahren oft üblich ist.
Foto: djd/BVR/Getty

An diesem Bezahlverfahren kann jeder Verbraucher mit einem onlinefähigen Girokonto teilnehmen. Er muss sich lediglich beim Online-Banking anmelden, um das Bezahlsystem kostenlos freizuschalten. Nach der Eingabe eines Benutzernamens und eines Passworts sowie der Bestätigung einer Online-Banking-TAN kann es losgehen. "Danach kann man in jedem Onlineshop, der das neue Verfahren anbietet, das Bezahlverfahren anwählen und die Rechnung bezahlen. Der Einkauf wird sofort bestätigt, der Betrag direkt vom Girokonto abgebucht", so Arnoldt. Mehr Informationen gibt es etwa unter www.bvr.de.

Was passiert, wenn der Händler nicht liefert?

Viele Online-Shopper befürchten trotz der Sicherheit des Bezahlsystems, dass sie Opfer von Betrügern werden könnten. Was ist etwa, wenn man schon bezahlt hat und der Händler liefert nicht? "Das Bezahlsystem arbeitet zum einen nur mit Online-Händlern zusammen, die vorab überprüft wurden. Zudem gibt es einen Käuferschutz, der ab der Kontobelastung 30 Tage lang gilt", so Arnoldt. Könne der Händler nicht nachweisen, dass er die Ware verschickt hat, bekomme der Käufer automatisch und unbürokratisch sein Geld zurück. Auch nach dem Zurücksenden einer Ware werde das Geld auf das Girokonto zurückgebucht.
 
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