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Dealer kontrollieren keine Ausweise

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Dealer kontrollieren keine Ausweise
Verband fordert: Zigarettenschmuggel eindämmen und Jugendschutz verbessern


Der Handel mit illegalen Zigaretten bewegt sich auf hohem Niveau und beschert den EU-Staaten jährlich Steuerverluste von bis zu elf Milliarden Euro.
Foto: djd/www.bld-bundesverband.de/Arlt
Durch Schmuggel und den Handel mit illegalen Zigaretten wird der Jugendschutz ausgebootet - bei Dealern gelangen Kinder und Jugendliche an Tabakwaren.
Foto: djd/www.bld-bundesverband.de/Arlt

(djd). Die Zahlen sprechen für sich: Im Jahr 2015 wurden in Deutschland 5,7 Milliarden geschmuggelte und gefälschte Zigaretten geraucht. Der illegale Handel mit den Glimmstengeln bewegt sich laut Zoll-Statistik seit Jahren auf konstant hohem Niveau, die Dunkelziffer ist ebenfalls hoch. Laut einer Studie der Wirtschaftsberatung KPMG entgehen den EU-Staaten auf diese Weise jährlich Steuereinnahmen von bis zu elf Milliarden Euro. Doch die wirtschaftliche Seite ist nur ein Aspekt des Schmuggels - noch gravierender sind die Folgen etwa für den Jugendschutz. Im regulären Handel haben Minderjährige keine Chance, an Zigaretten zu gelangen. Den Ganoven, die Schmuggelware verkaufen, hingegen ist das Alter ihrer Kunden vollkommen egal.

Örtlicher Handel achtet aktiv auf den Jugendschutz

Ein zuverlässiger Jugendschutz sei nur über den örtlichen Handel zu gewährleisten, lautet auch die Einschätzung von Günther Kraus, geschäftsführendes Vorstandsmitglied im Bundesverband Lotto-Toto-Verkaufsstellen Deutschland (BLD): "Kein Dealer auf der Welt kontrolliert den Ausweis von möglichen Käufern. Durch Schmuggel und den illegalen Handel erhalten Jugendliche und Kinder also Zugang zu Zigaretten." Eine kontrollierte Abgabe von Tabakwaren sei nur über den Handel möglich: "Die erfahrenen Mitarbeiter in den Lotto-Toto-Kiosken kennen ihre Kunden und überprüfen im Zweifel auch die Identität und das Alter." Mit Schulungen wird das Personal im Handel zudem immer wieder für Aspekte des Jugendschutzes sensibilisiert.


Im örtlichen Handel werden die Gebote des Jugendschutzes strikt beachtet. Über den illegalen Handel finden Jugendliche und Kinder hingegen Zugang zu Zigaretten.
Foto: djd/www.bld-bundesverband.de/Arlt

Mehr Personal für den Zoll gefordert

Der Verband fordert daher die Behörden auf, den Kampf gegen diese Form der organisierten Kriminalität zu intensivieren. "Vor allem der Zoll benötigt mehr Personal", unterstreicht Kraus weiter. Besonders aus Weißrussland sei ein enormer Anstieg von Zigarettenschmuggel in Richtung Deutschland zu verzeichnen. Oft handelt es sich um sogenannte Illicit-White-Zigaretten, die den deutschen Markt überschwemmen. Für diese Zigaretten, die deutlich günstiger als legale verkauft werden, gibt es hierzulande keine Markenzulassung.


Sogenannte Illicit-White-Zigaretten überschwemmen den deutschen Markt.
Foto: djd/www.bld-bundesverband.de/Arlt


Experten fordern mehr Ressourcen für die Behörden, um den Kampf gegen die organisierte Kriminalität erfolgreicher führen zu können.
Foto: djd/www.bld-bundesverband.de/Arlt
 
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